Steiermark hat jetzt ein eigenes Open Government Data Portal

Seit knapp einem Monat hat auch das Land Steiermark ein Open Government Data Portal. Hier erste Erfahrungen der Grazer Open Data Community damit.

Leider mit etwas wenig öffentlicher Aufmerksamkeit ging vor über einem Monat das OGD Portal des Landes Steiermark online. Wir haben jenes am 5. April während FOSSGIS Easter Hack durch Zufall gefunden – und uns sogleich die Nutzbarkeit der Daten für Visualisierungen und OpenStreetMap angesehen. Auch bei der steirischen OGD Initiative wurde wieder die Creative Commons by Lizenz verwendet, die ein einfaches Nutzen für aller User ermöglicht.

Erste Datensichtung

Zu Beginn sind jetzt einmal 41 Datensätze online. Darunter von anderen österreichischen OGD Portalen Bekanntes, wie unterschiedliche Points of Interests (POI’s; z. B. Park & Ride), Wahlergebnisse und demographische Daten.
Wie immer haben wir uns besonders über die Geodaten gefreut, den Shapes zu Gewässern, Radwege, Straßenwege, Gemeindegrenzen und Naturschutzgebiete, sowie dem Flächenwidmungsplan. Als Besonderheit kann die Freigabe der Luftgütedaten, dem jährlichen Holzeinschlag und den Gemeindekennzahlen angesehen werden, worüber wir uns besonders gefreut haben.

Holzeinschlag

Zum Holzeinschlag hat tyrasd eine erste Karte gezeichnet und in ein GitHub Repository geladen (pdf, ods).

Diagramm Holzeinschlag Steiermark 2012

Holzeinschlag Steiermark 2012

Weiters wurden alle Datensätze von Michael Maier (species) aus Gründen der Redundanz auch in einem eigenen GitHub Repository gesichert.

OpenStreetMap

Für die OpenStreetMap-Community sind die neuen Daten eine sehr willkommene Ergänzung! Besonders freuen wir uns über folgende Datensätze:

  • Abfallwirtschaftliche Anlagen
  • Apotheken, Niedergelassene Ärzte, Krankenanstalten
  • Bildungsstandorte
  • Feuerwehr, Gemeindeämter, Landesdienststellen, Polizeiinspektionen
  • Gewässernetz, Radwege
  • Landschaftsschutzgebiete
  • Naturdenkmäler
  • Öffentliche Freibäder

Die Daten liegen erfreulicherweise in einem Format (Vektor, Shapefile) vor, der die Nutzung in der OpenStreetMap sehr einfach macht. Allerdings wünschen wir uns zusätzlich noch eine Versionierung der Daten, und dass ältere Datensätze weiterhin zur Verfügung stehen. Darum haben wir die Daten bereits teilweise ins OpenStreetMap-XML-Format umgewandelt und auf github zur Verfügung gestellt. Damit kann die zeitliche Veränderung der Daten (Neue oder geschlossene POIs, Veränderungen in Wasserläufen oder Landwidmungen…) erst dargestellt werden.

Als Beispiel hier der Datensatz der Abfallwirtschaftliche Anlagen auf der OpenStreetMap visualisiert:

Abfallwirtschaftsanlagen Steiermark - Data CC-BY Land Steiermark, ODbL OpenStreetMap and Contributors, Hintergrund CC-BY-SA OpenStreetMap

Abfallwirtschaftsanlagen Steiermark – Data CC-BY Land Steiermark, ODbL OpenStreetMap and Contributors, Hintergrund CC-BY-SA OpenStreetMap

Ganz besonders freuen wir uns über die CC-BY Lizenz, die das Nutzen der Daten in der OpenStreetMap problemlos möglich macht. In den nächsten Monaten werden wir mit Sicherheit die OpenStreetMap mit vielen dieser Datensätze ergänzen!

Feedback

Bei der Datenschau wurden auch ein paar kleine Fehler gefunden und es ergaben sich ein paar Fragen.

Ein Problem, welches immer wieder auftritt ist das Verwenden eines falschen Zeichen-Encodings. Damit internationale Interoperabilität möglich ist und um unnötige und schwerfällige Konvertierungen zwischen unterschiedlichen Zeichensätzen zu vermeiden hat sich hier UTF-8 als weltweiter Standard etabliert. Dabei besonders problematisch ist, dass falsches Encoding von vielen NutzerInnen nicht als jenes erkannt wird, sondern der Datensatz als kaputt oder fehlerhaft eingeschätzt wird. Dies führt oft dazu, dass die Daten, obwohl benötigt, aus Unsicherheit heraus nicht verwendet werden und die Datenqualität an sich in Frage gestellt wird.

Nachdem wir unser Feedback an OGD Steiermark weiter gegeben haben, kam bereits innerhalb weniger Tage eine Antwort retour. Es wurde das Behandeln der Probleme zugesichert, wie auch unsere Fragen beantwortet wurden. Hier vielen Dank an die Leute aus der Verwaltung die sich hier für Open Government Data einsetzen und dies. Freuen uns schon auf die nächsten Datensätze und weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Community.

FOSSGIS Easter Hack @ Spektral

Artikel ursprünglich veröffentlicht auf openscience.alpine-geckos.at.

Am 4. + 5. April lädt das Open Science Projekt im Spektral in Graz zu einer FOSSGIS Hack-Session ein. Die Inhalte sind ausgerichtet auf komplette Anfänger.

Bei dieser 2-tägigen Free & Open Hack Session dreht sich alles um freie und offene Software im Geoinformatik Bereich, angefangen bei der Datensammlung über die Analyse bis hin zur Präsentation im Web und auf mobilen Geräten.

Day2_03

Ablauf

Die beiden Tagen wenden sich explizit den Anfängen zu und wollen einen Einblick in die Arbeitsschritte eines räumlichen Informationsverarbeitungs-Systems liefern. Dazu werden Daten und eine kleine Einführung in die jeweiligen Technologien vorbereitet. Nach diesen ersten gemeinsamen Schritten kann sich jedeR für sich mit den unterschiedlichen Aspekten und Technologien beschäftigen. Das gute dabei ist: Es sind andere Leute im Raum die man bei Problemen fragen kann.

Vorbereitet werden einführende Beispiele, Code-Snippets und Datensätze für die jeweiligen Tools, die gemeinsam vor Ort erweitert werden soll. So soll in klassischer Hacker-Manier Wissen gesammelt und auch anderen über ein GitHub Repository geteilt werden.

Donnerstag, 4. April: Beginn 11h mit gemeinsamen Frühstück und kennen lernen. Je nach Interesse kurze Einführung in postgreSQL + postGIS, Quantum GIS, Leaflet und GitHub mit Fragen und Diskussion (13-15h). Danach offenes Arbeiten mit Open End. Aufpassen: Am DO sind wir in der Gallerie im Keller untergebracht!
Freitag, 5. April: Beginn 11h mit gemeinsamen Frühstück. Ganzen Tag offenes Arbeiten mit Open End.

FOSSGIS Software und Open Data

Dabei werden unterschiedliche Technologien angerissen und verwendet:

  • Quantum GIS mit Erweiterungen (GRASS, fTools, Python Konsole, etc) als Software für Analysen und Visualisierungen
  • postgreSQL mit postGIS für die Bereitstellung der Daten in einer räumlichen Datenbank
  • Die Statistik Sprache R für fortgeschrittene räumlich-statistische Analyse
  • JavasScript und die Geo-Libraries Leaflet, OpenLayers und Kartograph
  • Git und GitHub zur Softwareversionierung

Es ist auf jeden Fall gut, sich bereits im Vorfeld ein bisschen mit den Technologien auseinander zu setzen und die benötigte Software zu installieren. Dazu werden wir ein paar Tage vor der Hack Session noch einen kleinen Artikel auf openscience.alpine-geckos.at online gestellt, in dem die wichtigsten Dinge (Quellen, Tutorials, etc.) erwähnt sind.

Speichern eines WFS Layers als Shapefile.

Speichern des WFS als Shapefile.

Als Datenquellen werden die offenen Daten der Stadt Graz und OpenStreetMap, sowie andere frei lizenzierte Daten verwendet.

Es gibt auch ein OKFNPad, in dem Ideen, Wünsche und Fragen gesammelt werden können. Location ist das Spektral am Lendkai 45 in Graz.

Geo-Kolloquium

Im Rahmen des Geo-Kolloquium im Sommersemester 2013 fanden am 20.3. an der TU Graz Vorträge zum Thema OpenStreetMap statt.

Dabei gab es zuerst zwei halbstündige Vorträge:

  • OpenStreetMap – Die freie Wiki-Weltkarte
    eine Einführung in OSM für Geografen von Michael Maier, OpenStreetMap Graz
  • OpenStreetMap in Lehre und Forschung – Best Practice Beispiele
    Gernot Paulus, FH Kärnten, Villach

Danach folgten drei Kurzbeiträge von Gregor Zahrer, Clemens Strauss und Stefan Kasberger.

Als Überraschung wurde von Herrn Mörth vom Land Steiermark der Start eines Open Government Data Portals ab Mitte April angekündigt!

Die Veranstaltung klang bei steirischem Buffet und Wein bei interessanten Diskussionen gemütlich aus.

Die Folien zu den Vorträgen gibts hier:

Das war die Open Week Graz 2013

(Crosspost auf spektral.at, openscience.alpine-geckos.at und opendatagraz.at)

Vom 18. – 24. Februar fand die zweite Open Week Graz statt. Zeit also die Woche mal Revue passieren zu lassen und allen die nicht da waren, einen Eindruck zu vermitteln was gemacht wurde.

(Btw: Zusammenfassungen von der ersten Grazer Open Week gibt es hier.)

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Der grobe Plan dieses Mal war es, die ganze Woche unter dem Titel ”Open Everything” zu stellen; also gemeinsam an offenen Projekten arbeiten oder sich einfach nur gegenseitig inspirieren. Dafür hatten wir teilweise fixe Programmpunkte, teilweise einen komplett offenen Rahmen. Als Raum fungierte wieder das spektral, dass sich für diese Art von Veranstaltungen hervorragend eignet und den offenen Charakter der Open Week maßgeblich unterstützt hat.

Hier ein also kleiner Überblick, worum es bei der Open Week Graz ging.

Im Pad könnt ihr unsere Ideen nachlesen, die wir in der Planungsphase zur zweiten Open Week hatten – Alles haben wir nicht umgesetzt, aber vielleicht will ja jemand in Zukunft mal was ähnliches machen und ein paar Ideen mitnehmen.

Montag – OpenEverything + Webmontag Graz
Am Montag ging es um 12h mit einem gemütlichen Frühstück los. Nach und nach haben sich die Leute eingefunden und sich gemeinsam auf die kommenden Tage eingestimmt. Das Tagesprogramm war sehr offen gehalten, angelehnt an das Konzept eines Co-Working Spaces, so das sich jede/r mit dem beschäftigen konnte, was ihm/ihr gerade unter den Nägeln brannte. Sei es etwas konkretes in Sachen OpenData oder private Projekte die noch fertig gestellt wurden.

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Das Abendprogramm war mit dem ersten Fixpunkt ausgefüllt – dem Webmontag Graz. Dieses Mal ausnahmsweise im spektral, da das alles im Rahmen der Open Week Graz statt fand. Thematisch ging es passenderweise um “Open Everything”. Themen waren die Analyse der Wahldaten der Grazer Gemeinderatswahlen 2012 von Stefan Kasberger, Lightning Talks zum Barcamp Graz 2013, der dustmap und der OpenStreetMap Mapping Party (dazu bei Mittwoch mehr). Als Special Guest konnte Thomas Lohninger aus Wien gewonnen werden, der seine Tätigkeit bei der OKFN Österreich vorstellte und dann noch über sein Engagement bei unterschiedlichen netzpolitischen und Bürgerrechtsorganisationen sprach.

Im Anschluss gab es wie beim Webmontag üblich, einen gemütlichen Ausklang bei offenen Gesprächsrunden und Getränken.

Weitere Infos:
Abend: Webmontag Graz
Protokoll mit allen Links: http://okfnpad.org/webmontaggraz42

Dienstag – OpenData + OGD Stammtisch der Stadt Graz
Am Dienstag öffnete das spektral ebenfalls um 12h seine Pforten. Auch hier ging es tagsüber wieder eher Co-Working Space mäßig zur Sache, wo gearbeitet, zu bestimmten Problemen und Fragestellungen spontan und in kleiner Runde diskutiert wurde – während die anderen Anwesenden an ihren eigenen Projekten schraubten.

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Am Abend trafen Vertreter der Stadt Graz, Leute aus der Community und interessierte BürgerInnen beim OGD Graz Stammtisch zusammen. Im Austausch mit den Vertretern der Stadt wurden aktuelle und zukünftige Vorhaben rund um Open (Government) Data in Graz diskutiert, sowie Probleme und Wünsche der Community erörtet.
Der offene OGD Graz Stammtisch findet alle 3 bis 4 Monate statt, bei dem sich alle Interessierten einbringen und über den aktuellen Stand von OpenData in Graz informieren können.

Weitere Infos:
Abend: OGD Graz Stammtisch
Das Protokoll von dem Abend findet ihr hier.

Mittwoch – OpenStreetMap + Mapping Party
Der dritte Tag startete bereits um 11h mit der Grazer OpenStreetMap Community. Es wurde zur Mapping Party aufgerufen und bis in den späten Nachmittag an dem offenen Kartenmaterial gearbeitet.


Michael von OpenStreetMap Graz beschreibt auch in einem Blogpost was genau gemacht wurde.

Danach entschloßen sich alle Anwesenden den Abend beim Livestream vom Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten (#wolo12) ausklingen zu lassen.

Weitere Infos zur OpenStreetMap Mapping gibts im OSM-Wiki.

Donnerstag – OpenChill
Der Donnerstag war der letzte Tag der Open Week im spektral. Gewohnheitsgemäß ging es wieder ab 12h los. An diesem Tag gab es keine vorher geplanten Programmpunkte, so dass sich die Anwesenden selbstständig in der lockeren Runde ihren Projekten widmeten. Es wurde beispielsweise an der CryptoParty Graz weiter geplant und sich auf die kommenden Tage in Wien vorbereitet.

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Auch dauerte dieser Tag nicht bis ganz so spät in die Nacht, denn am nächsten Morgen ging es für einige der Teilnehmer auf nach Wien um dort die Open Week ausklingen zu lassen.

Freitag – OpenData Dive in Wien
Am frühen Nachmittag startete in Wien im KDZ mit Leuten von der UNDP und der World Bank der Data Dive.

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Circa 30 Teilnehmer aus der ganzen Welt versammelten sich um gemeinsam zu brainstormen was mit den (offenen) Daten, die zur Verfügung stehen, alles gemacht werden kann. Und vor allem, wie die Umsetzung ausschauen kann, damit die Daten sinnvoll genutzt und interpretiert werden können. Was im Detail an diesem Wochenende im Fokus stand, kann im Blogpost von OKFN.at nachgelesen werden.

Im Wiki zu der Veranstaltung findet ihr weitere Informationen bezüglich der Datensätze, Teilnehmer und Aufgaben.

Samstag – OpenDataDay in Wien

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Am Samstag wurden die Ergebnisse und Erkenntnisse vom Freitag nochmal präsentiert um dann in zwei Arbeitsgruppen, das Thema Open (Government) Data weiter voranzubringen. Eine Gruppe beschäftigte sich mit den inhaltlichen Fragen der Datengewinnung und Zusammenführung. Die zweite Gruppe arbeitete an der praktischen Umsetzung und Visualisierung von Daten. Auch hier sei nochmal auf den Blogpost der OKFN verwiesen, der das alles zusammenfasst.

Die Ergebnisse und Visualisierungen von dem Tag kann man sich auf offenerhaushalt.at anschauen.

Hier wurden die Haushaltsdaten der Stadt Graz

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und der Stadt Salzburg aufbereitet und visualisiert.

owg13 haushaltsdaten stadt salzburg

Weitere Infos:
Blogpost von offenerhaushalt.at
Blogpost vom KDZ

Sonntag – OpenMind in Wien
Am Sonntag gönnten wir uns alle eine Auszeit. Am Abend traf sich ein Teil der Grazer Open Week Fraktion im Metalab, ein anderer Teil bereitete sich auf das OpenScience Gründungstreffen am Montag vor. Dazu wird es in Zukunft sicherlich einige Updates auf openscience.alpine-geckos.at bzw. okfn.at geben.

Das war die zweite Open Week beginnend in Graz und endend in Wien. Es war für uns alle ziemlich anstrengend, aber auch mindestens genauso produktiv und mit viel Input für jeden von uns. Eine nächste Open Week wird bestimmt folgen!

(Fotos von: Marc, Stefan, Michael, KDZ
Screenshots von: offenerhaushalt.at)

weitere Links zur Open Week Graz 2013:
http://blog.2904.cc/2013/02/20/Warum-eigentlich
http://blog.2904.cc/2013/02/21/Zusammenfassung/

OSM-Mapping-Party: Import Fahrradständer

Im Rahmen der Open Week 2013 im Spektral fand am Mittwoch, 20.2.2013 eine OpenStreetMap Mapping-Party statt. Bei einer Mapping-Party wird gemeinsam in lockerer Atmosphäre an der Verbesserung des Datenmaterials der OpenStreetMap gearbeitet.
Diesmal lag der Fokus auf dem Import und Abgleich von Standorten der Fahrradständer, welche von der Stadt Graz im Rahmen der Open-Government-Data-Initiative freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.
Diese wurden als Shape-File zur Verfügung gestellt, wobei Informationen wie die Anzahl der grünen Bügel sowie die Ausmaße der jeweiligen Abstellfläche enthalten waren. In dem Datensatz der Stadt Graz befanden sich 301 Punkte, vor allem konzentriert im Bereich Innere Stadt, wobei zu den Außenbezirken hin wesentlich weniger Daten vorhanden waren, als in der Realität Fahrradständer vorhanden waren.

Daten der Stadt Graz:
Radabstellplätze der Stadt Graz

Bei einer Analyse der vorhandenen Daten wurde festgestellt, dass in der OpenStreetMap in Graz vor dem Import 905 Fahrradständer vorhanden waren, wobei es nur eine Schnittmenge von 182 Punkten mit der Stadt Graz gab.

Status der OpenStreetMap vor dem Import:
Status der Fahrradständer in der OpenStreetMap vor dem Import

Der Import lief folgendermaßen ab:

  • Öffnen des Shapefiles in QGIS, ändern der Projektion von Gauß-Krüger auf WGS84.
  • Es sind Spalten Breite und Länge der Fläche vorhanden, daraus in eine weitere Spalte die Fläche berechnen und als Shapefile speichern.
  • Öffnen des Shapefiles in Merkaartor, exportieren als natives OpenStreetMap-Format .osm.xml
  • Öffnen des .osm.xml im OpenStreetMap-Editor JOSM, gemeinsam mit den bereits vorhandenen Daten aus der OpenStreetMap
  • Manuelles mergen der beiden Datensätze, anschließend Upload in die OSM-Datenbank

In Summe konnten folgende Datensätze in der OSM verbessert werden:

  • 82 neue Fahrradständer mit Information zu Anzahl der versperrbaren Fahrräder (=2x Bügel)
  • 22 neue Fahrradständer ohne genaue Anzahl
  • Bei 152 Fahrradständern wurde die Fläche hinzugefügt
  • Bei 31 Fahrradständern wurde die Kapazität hinzugefügt
  • So sah dann das Ergebnis aus:
    OSM nach dem Import

    Alle Grazer Fahrradständer in der OSM kann man minutenaktuell als .osm.xml hier herunterladen.
    Hier das Original-Shapefile der Stadt, unter CC-BY.

    Eine genaue Dokumentation findet man hier: Event im OSM-Wiki.

    Vielen Dank an die Stadt Graz für die Daten sowie an alle beteiligten Mapper für die insgesamt aufgewendeten 7h Arbeitszeit!

OpenStreetMap-Stammtisch Jänner

Am Montag, 21.1.2013 fand der 12. Grazer OpenStreetMap-Stammtisch statt. Im Brot und Spiele fanden sich acht fleißige Mapper, um über aktuelle Themen und zukünftige Events zu diskutieren. Dabei ging es erst um die Planung der Grazer Linuxtage 2013: Georg wird einen Mapping-Workshop halten, Stefan den Vortrag mit Fokus auf OSM-Verwendung auf Garmin-Geräten. Michael stellte eine Tabelle mit OpenStreetMap-Abdeckung in Graz vor, die nun laufend wachsen sollte! Dann wurde die Planung der OpenWeek Graz vom 18.-22.2. angesprochen, wobei das nächste OGD-Meetup mit der Stadt Graz stattfinden wird. Es wird auch einen Mapping-Workshop geben, wo Georg noch ein Doodle für den Termin ausschreiben wird. Ein heißes Thema waren auch die Open Goverment Daten der Stadt Graz, wo Andreas rausgefunden hat wie man die neuen Vektordaten betrachtet: als KML können sie zB mit Google Earth angesehen werden. Wolfgang stand in Kontakt mit Barbara Meyer von der ITG zwecks zukünftiger Datenformate, die seitens der Stadt Graz nur mehr als Vektordaten und nicht als .csv angeboten werden. Dabei wurde auch die Datenqualität bemängelt, dass in den Timestamps UTC und CET vertauscht wurden. Leider gibt es kaum Informationen zum zeitlichen Stand der Daten selbst. Auch werden bei allen geolokalisierten Daten, wie z.B. Christbaumsammelstellen nur die Koordinaten der nächsten Hausnummer mitgeliefert, nicht der Standort selbst -> unbrauchbar zum automatischem Import :-/ Aber wir hoffen, dass wir diese Themen beim OGD-Meetup lösen werden!

Die komplette Agenda gibts unter http://wiki.osm.org/Graz/Stammtisch/2013-01-21 zum nachlesen.