Category Archives: OpenStreetMap

Erreichbarkeits-Analyse der Kebab-Restaurants in Gries

Euch hat auch schon immer interessiert, wie schnell ihr in Gries zu einem Kebab-Restaurant kommt? Ich hab mir das mal mit offenen Daten und Open Source Tools genauer angesehen.

Zum Schluss meines USW Geographie Bachelors hab ich mir in einer Lehrveranstaltung sozusagen noch eine kleine Abschlussarbeit zusammen gestellt. Ziel war es, selber Daten im Gelände zu sammeln (Map Your Hood), diese in eine offene Datenbank einzutragen (OpenStreetMap), die Daten dann für eine Erreichbarkeits-Analyse zu nutzen und das Wissen auch anderen zu vermitteln (Tutorial und Docker). Der gesamte Workflow ist in einem Tutorial auf GitHub im Detail beschrieben, siehe hier.

Die Analyse ist leider nicht auf aktuellsten Stand, da die Datenlage der Kebab-Restaurants bereits ein Jahr alt ist. Ein anpassen an die aktuelle Datenlage ist aber durch den Docker Container und dem Tutorial gar nicht so aufwendig, vielleicht interessiert das ja wen (oder man versucht es mal mit andern Orten versuchen).

Open Data Day 2017 @ Elevate Festival Graz

Der internationale Open Data Day feiert schon zum fünften mal Initiativen und Projekte, die sich für Transparenz und Offenheit von Daten einsetzen. Im Rahmen des Elevate Festivals finden am 4. und 5. März dazu auch in Graz zahlreiche Veranstaltungen und Workshops statt.

Daten sind die Infrastruktur des 21. Jahrhundert und eine Frage der Macht – und offene Daten bedeuten dabei Ermächtigung. Deshalb findet seit 2010 weltweit der Open Data Day statt, mit dem Ziel, die Relevanz und Vorzüge von offenen Daten und freiem Zugang zu Wissen sichtbar zu machen, sowie die Szene international zu vernetzen. Mit unterschiedlichen Initiativen, Projekten und Communities zu Themen wie Datenerhebung- und Nutzung, neuen Technologien und Entwicklungen oder Netzkultur möchte der Open Data Day BesucherInnen und Interessierten die Nutzung von offenen Daten in der Praxis näher bringen, sowie die Möglichkeit bieten, selber Open Data zu erzeugen und damit zu experimentieren. Daneben will der Tag auch für die Umsetzung von Open Data-Strategien in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sensibilisieren. So sind alle dazu eingeladen, bei Veranstaltungen im Rahmen des Open Data Days vorbeizukommen, sich zu informieren und vor allem Spaß zu haben. Egal ob DesignerIn und ForscherIn, AktivistIn und PolitikerIn, BürgerIn und EntwicklerIn und andere Interessierte – offene Daten sind von allen, für alle!

Open Data Day @ Elevate Festival

Weltweit feiern Initiativen und Projekte den Internationalen Open Data Day mit lokalen Veranstaltungen. Auch das Elevate Festival in Graz feiert dieses Jahr den Open Data Day; nämlich mit seinem Diskursprogramm zu „Big Data, Quantifizierung und Algorithmen“. Am Samstag finden dazu ab 12:00 Uhr im Forum Stadtpark und < rotor > – Zentrum für zeitgenössische Kunst folgende Veranstaltungen statt.

Der Tag beginnt mit der Eröffnung des 5. Internationalen Open Data Days in Graz mit einer Einführung in Open Data und dem Vorstellen der einzelnen Veranstaltung.

Bei Map the Change! werden mit der auf OpenStreetMap basierenden Anwendung TransforMapalternative und nachhaltige Initiativen, Organisationen und Orte in Graz gemeinsam mit den Workshop-TeilnehmerInnen auf dieStadtkarte gebracht.Auch wird gemeinsam darüber diskutiert, was ‚Alternativ‘ bedeutet und was Open Data ist. Nähere Infos zum Event folgen bald auf dem GitHub Repository.

Der Edit-a-thon: KünstlerInnen für die Wikipedia widmet sich dem Gendergap in der beliebten Online-Enzyklopädie. Denn in der Wikipedia können zwar alle Wissen produzieren, aber nicht alle sind gleichermaßen beteiligt und repräsentiert. Der Edit-a-thon lädt FeministInnen und Menschen aller Geschlechteridentitäten ein, gemeinsam die Wikipedia mit freiem Wissen und offenen Daten zu KünstlerInnen aus Musik, Film, Literatur, Theater, Kunst, Design und Kultur zu füllen.

Weiters bietet der ganze Tag über eine Reihe von Vorträgen sowie Präsentationen von Projekten in Bereichen der freien Software, offenen Kommunikation, dezentrierten Datenspeicherung und Sharing Economy. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel eines Aufbaus von eigenen Strukturen und Alternativen, damit nicht andere über die eigene Kommunikation, Daten und Identität bestimmen.

Am Sonntag lädt dann die lokale Open Government Data Initiative zu Thema Informationsfreiheitsgesetzt mit dem Aktivisten Mathias Huter vom Forum Informationsfreiheit ein. Es wird darüber diskutiert, wie es um die Pläne für ein österreichisches Informationsfreiheitsgesetz steht, und Einblick darin gewährt, welche Informationen und Daten seitens der Stadt Graz für die BürgerInen und derzeit verfügbar gemacht werden.

Der Tag ist eine Kooperation von Elevate Festival, Forum Stadtpark, Open Knowledge Österreich, OpenStreetMap, Transition Graz, Zentrum für zeitgenössisches Kunst, Studienvertretung Geographie der ÖH Uni Graz und Wikimedia Österreich.

Map your Hood!

Kartier dein Grätzl. Gemeinsam wird am 25. März der Bezirk Gries in Graz mit Hilfe von OpenStreetmap kartiert, der Wikipedia für Karten.

am Sonntag in aller Frische im Stockwerk Coworking Space

Du findest auch dein Viertel sollte auf den Karten dieser Welt gut abgebildet sein? Oder du möchtest einfach dabei mit helfen, dass deine Nachbarschaft möglichst korrekt abgebildet ist und diese Informationen allen Bürger_innen frei zur Verfügung stehen? Dann komm doch einfach am 25. März um 14h ins Büro der Nachbarschaften und kartier gemeinsam mit anderen den Bezirk Gries in Graz. Zuerst wird euch gezeigt, wie man Orte (z. B. Restaurants, Straßen, Flüße) im Gelände sammelt und danach in die OpenStreetMap einträgt. Es ist keinerlei Vorwissen oder Erfahrung notwendig. Speziell werden die Restaurants näher angesehen und eventuelle Fehler korrigiert sowie fehlende Informationen in die OpenStreetMap ergänzt. Wieviele Kebab-Buden gibt es in Gries? Kann das Restaurant mit dem Rollstuhl passiert werden? Das Geniale daran: die Daten die gemeinsam gesammelt und eingetragen werden, stehen danach auch allen frei zur Verfügung und können von Leuten aus Gries genauso wie von Apps sowie auch der Wissenschaft weltweit frei verwendet werden.

Ablauf

  • Einführung OpenStreetMap und die Bearbeitungs-Software JOSM
  • Datenerhebung im Gelände
  • Erhobene Daten in die OpenStreetMap eintragen

Details

Datum: 25. März 2016, 14-18h. Veranstaltung findet nur bei schönem Wetter statt (kein Regen). Ersatztermin für Schlechtwetter ist der 8. April
Ort: Büro der Nachbarschaften, Kernstockgasse 20, 8020 Graz-Gries
GitHub Repository: Gesamter Ablauf sowie Materialien für Mapping Party.
Anmeldung
Keine Vorkenntnisse notwendig.

Mitbringen

  • Laptop mit Maus und Netzteil
  • Cam: Smartphone oder DigiCam → voll aufladen. Für Fotos von Hausfront und eventuell Öffnungszeiten-Schild. Es wird nur eine Cam pro Gruppe gebraucht.
  • Fahrrad: für weiter weg gelegene Gebiete. Brauchen nicht alle.

© OpenStreetMap contributors (CC BY-SA)© OpenStreetMap contributors (CC BY-SA)

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen openscienceASAP, Open Knowledge Austria, Open Science @ Uni Graz, Alternativreferat ÖH Uni Graz, Basisgruppe Geographie Uni Graz und OpenStreetMap Graz.

Vielen herzlichen Dank an das Büro der Nachbarschaften für das zur Verfügung stellen der Räumlichkeiten.

OGD-Meetup #10

Heute fand im Resowi der Karl-Franzens-Universität das 10. OGD Graz Meetup statt. Dabei wurde Open Access auf der Hauptbibliothek der KFU vorgestellt, sowie die letzte Woche beim OGD-Gremium der Stadt Graz gehaltenen Community-Präsentationen nocheinmal gehalten.

Das Protokoll findet sich hier. Die Präsentation wurden auf Github veröffentlicht – hier die Links zu den einzelnen Vorträgen:

Import der Ärzte aus den OGD-Steiermark-Daten in die OpenStreetMap

Es wurden vom Land Steiermark seit einiger Zeit alle steirischen Ärzte unter OGD zur Verfügung gestellt. Am OGD-Portal werden 2440 Punkte unter CC-BY als Shapefile zur Verfügung gestellt. In den Daten sind alle Praxen der derzeit praktizierenden Ärzte (2005 Personen) enthalten. Die Daten enthalten die Koordinaten (in WGS84), Adresse, Vor- und Nachname und Titel, Kontaktdaten (Telefon/Fax, Email, Webseite) sowie die Krankenkassen – eine sehr gute Datenbasis für einen Import in die OSM.
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Bild 1: Ärzte aus OGD Steiermark mit QGIS visualisiert. Punkte: Land Steiermark – data.steiermark.gv.at (CC-BY-3.0 AT); Hintergrund: OpenStreetMap (CC-BY); Steiermark-Grenze: OpenStreetMap (ODbL).

Die Rohdaten der Ärzte sowie die zum Import nötigen Zwischendaten sind auf Github zu finden.

 Ablauf des Imports

Es sollten nur die Daten automatisch importiert werden, wo sich in der OSM in einem gewissen Umkreis kein Arzt befindet. Der Vergleich wird mittels Bufferzonen in QGIS gemacht:

  1. Vorverarbeiten des Shapefiles vom Land mit QGIS und vielen Regular Expressions:
    • Neue Spalten für Adressentrennung in Straße und Hausnummer (+ Strasse → Straße etc.),
    • Telefon und Faxnummern vereinheitlichen (auf „+43 Ortsvorwahl Nummer-Durchwahl”)
    • Händisch Telefonnummern kontrollieren (Vorwahl hinzu etc.), Mobilnummern von FAX auf contact:mobile umlegen
    • „name” zusammensetzen aus: „GRDTITEL VERLTITEL VORNAME NACHNAME”
    • Spalte „insurance” anlegen, und da alle Inhalte der Kassen als csv rein.
  2. OSM-Daten für QGIS vorbereiten:
    • Alle in der OSM vorhandenen Ärzte mittels Overpass holen: http://overpass-turbo.eu/s/10H
    • In JOSM laden
    • Alle löschen, die außerhalb der Steiermark sind
    • Speichern als GeoJSON für QGIS
  3. Bufferzonen um die OSM-Daten anlegen:
    • Menü Vector → Geoprocessing → Buffer erstellen, Distance: 0.00018
    • Menü Vector → Analysis → Points in Polygon
    • Selektierte Punkte speichern, diese müssen händisch importiert werden
    • Auswahl invertieren, speichern für automatischen Import

    Eine Visualisierung der Bufferzonen sieht man in Bild 2:
    screenshot-ärzte
    Bild 2: Bufferzonen um in der OSM vorhandene Ärzte in QGIS. Rot/Grün: OSM-Daten mit Bufferzonen (ODbL); Blau, Gelb: Ärzte aus OGD Steiermark (CC-BY-3.0 AT), Hintergrund: OpenStreetMap (CC-BY).

  4. In den OGD-Daten waren oft mehrere Punkte an exakt denselben Koordinaten, wenn sich mehrere Ärzte eine Praxis teilen. Dies ist sehr ungünstig für die OSM, da das Auswählen von Punkten mit identischen Koordinaten mit den meisten Editoren nur sehr umständlich möglich ist. Darum wurden diese Punkte mittels des QGIS-Plugins “Shift Points” etwas voneinander getrennt.
  5. Öffnen des Shapefile mittels JOSM, anpassen von Tags:
    • Umbenennen von Tags: OBJECTID→OGD-Stmk:OBJECTID; ARZTNR→OGD-Stmk:ARZTNR; EMAIL→contact:email; ORT→addr:city; PLZ→addr:postcode; addr_str2→addr:street; addr_stree→addr:housenumber; contact_ph→contact:phone; contact_fa→contact:fax; FACH→healthcare:speciality:de
    • Vor alle Kassen ein insurance:* stellen
    • Füge folgende Tags überall hinzu: addr:country=AT; healthcare=doctor; amenity=doctors; source=„Land Steiermark – data.steiermark.gv.at”
    • Je nach Fach healthcare:speciality=general,internal,orthopaedics, …
    • Löschen von ANREDE, GRDTITEL, VERLTITEL, NACHNAME, ADRCODE, STRASSE, TELEFON, FAX, RFOLGE, VORNAME

Die resultierende OSM-Datei wurde zur Begutachtung durch die OSM-Community auf Github gestellt. Nachdem auf der Mailingliste talk-at nur positive Rückmeldungen gekommen sind, wurde sie am 15.9. in die OSM importiert.

Die detaillierte Anleitung mit genaueren Zwischenschritten steht im OSM-Wiki.

In der nächsten Zeit sollten die bereits in der OSM vorhandenen Ärzte nach und nach mit den OGD-Daten ergänzt werden.
Ein Wunschtraum an die Zukunft wäre, dass auch folgende Attribute von der Daten sammelnden Stelle erhoben würden: Mobilrufnummer, Öffnungszeiten und Barrierefreiheit des Zugangs. Wir aus der OSM-Community sind dem Land Steiermark sehr dankbar für die Veröffentlichung der Daten und hoffen auf weiterhin Gute Zusammenarbeit!

Steiermark hat jetzt ein eigenes Open Government Data Portal

Seit knapp einem Monat hat auch das Land Steiermark ein Open Government Data Portal. Hier erste Erfahrungen der Grazer Open Data Community damit.

Leider mit etwas wenig öffentlicher Aufmerksamkeit ging vor über einem Monat das OGD Portal des Landes Steiermark online. Wir haben jenes am 5. April während FOSSGIS Easter Hack durch Zufall gefunden – und uns sogleich die Nutzbarkeit der Daten für Visualisierungen und OpenStreetMap angesehen. Auch bei der steirischen OGD Initiative wurde wieder die Creative Commons by Lizenz verwendet, die ein einfaches Nutzen für aller User ermöglicht.

Erste Datensichtung

Zu Beginn sind jetzt einmal 41 Datensätze online. Darunter von anderen österreichischen OGD Portalen Bekanntes, wie unterschiedliche Points of Interests (POI’s; z. B. Park & Ride), Wahlergebnisse und demographische Daten.
Wie immer haben wir uns besonders über die Geodaten gefreut, den Shapes zu Gewässern, Radwege, Straßenwege, Gemeindegrenzen und Naturschutzgebiete, sowie dem Flächenwidmungsplan. Als Besonderheit kann die Freigabe der Luftgütedaten, dem jährlichen Holzeinschlag und den Gemeindekennzahlen angesehen werden, worüber wir uns besonders gefreut haben.

Holzeinschlag

Zum Holzeinschlag hat tyrasd eine erste Karte gezeichnet und in ein GitHub Repository geladen (pdf, ods).

Diagramm Holzeinschlag Steiermark 2012

Holzeinschlag Steiermark 2012

Weiters wurden alle Datensätze von Michael Maier (species) aus Gründen der Redundanz auch in einem eigenen GitHub Repository gesichert.

OpenStreetMap

Für die OpenStreetMap-Community sind die neuen Daten eine sehr willkommene Ergänzung! Besonders freuen wir uns über folgende Datensätze:

  • Abfallwirtschaftliche Anlagen
  • Apotheken, Niedergelassene Ärzte, Krankenanstalten
  • Bildungsstandorte
  • Feuerwehr, Gemeindeämter, Landesdienststellen, Polizeiinspektionen
  • Gewässernetz, Radwege
  • Landschaftsschutzgebiete
  • Naturdenkmäler
  • Öffentliche Freibäder

Die Daten liegen erfreulicherweise in einem Format (Vektor, Shapefile) vor, der die Nutzung in der OpenStreetMap sehr einfach macht. Allerdings wünschen wir uns zusätzlich noch eine Versionierung der Daten, und dass ältere Datensätze weiterhin zur Verfügung stehen. Darum haben wir die Daten bereits teilweise ins OpenStreetMap-XML-Format umgewandelt und auf github zur Verfügung gestellt. Damit kann die zeitliche Veränderung der Daten (Neue oder geschlossene POIs, Veränderungen in Wasserläufen oder Landwidmungen…) erst dargestellt werden.

Als Beispiel hier der Datensatz der Abfallwirtschaftliche Anlagen auf der OpenStreetMap visualisiert:

Abfallwirtschaftsanlagen Steiermark - Data CC-BY Land Steiermark, ODbL OpenStreetMap and Contributors, Hintergrund CC-BY-SA OpenStreetMap

Abfallwirtschaftsanlagen Steiermark – Data CC-BY Land Steiermark, ODbL OpenStreetMap and Contributors, Hintergrund CC-BY-SA OpenStreetMap

Ganz besonders freuen wir uns über die CC-BY Lizenz, die das Nutzen der Daten in der OpenStreetMap problemlos möglich macht. In den nächsten Monaten werden wir mit Sicherheit die OpenStreetMap mit vielen dieser Datensätze ergänzen!

Feedback

Bei der Datenschau wurden auch ein paar kleine Fehler gefunden und es ergaben sich ein paar Fragen.

Ein Problem, welches immer wieder auftritt ist das Verwenden eines falschen Zeichen-Encodings. Damit internationale Interoperabilität möglich ist und um unnötige und schwerfällige Konvertierungen zwischen unterschiedlichen Zeichensätzen zu vermeiden hat sich hier UTF-8 als weltweiter Standard etabliert. Dabei besonders problematisch ist, dass falsches Encoding von vielen NutzerInnen nicht als jenes erkannt wird, sondern der Datensatz als kaputt oder fehlerhaft eingeschätzt wird. Dies führt oft dazu, dass die Daten, obwohl benötigt, aus Unsicherheit heraus nicht verwendet werden und die Datenqualität an sich in Frage gestellt wird.

Nachdem wir unser Feedback an OGD Steiermark weiter gegeben haben, kam bereits innerhalb weniger Tage eine Antwort retour. Es wurde das Behandeln der Probleme zugesichert, wie auch unsere Fragen beantwortet wurden. Hier vielen Dank an die Leute aus der Verwaltung die sich hier für Open Government Data einsetzen und dies. Freuen uns schon auf die nächsten Datensätze und weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Community.

FOSSGIS Easter Hack @ Spektral

Artikel ursprünglich veröffentlicht auf openscience.alpine-geckos.at.

Am 4. + 5. April lädt das Open Science Projekt im Spektral in Graz zu einer FOSSGIS Hack-Session ein. Die Inhalte sind ausgerichtet auf komplette Anfänger.

Bei dieser 2-tägigen Free & Open Hack Session dreht sich alles um freie und offene Software im Geoinformatik Bereich, angefangen bei der Datensammlung über die Analyse bis hin zur Präsentation im Web und auf mobilen Geräten.

Day2_03

Ablauf

Die beiden Tagen wenden sich explizit den Anfängen zu und wollen einen Einblick in die Arbeitsschritte eines räumlichen Informationsverarbeitungs-Systems liefern. Dazu werden Daten und eine kleine Einführung in die jeweiligen Technologien vorbereitet. Nach diesen ersten gemeinsamen Schritten kann sich jedeR für sich mit den unterschiedlichen Aspekten und Technologien beschäftigen. Das gute dabei ist: Es sind andere Leute im Raum die man bei Problemen fragen kann.

Vorbereitet werden einführende Beispiele, Code-Snippets und Datensätze für die jeweiligen Tools, die gemeinsam vor Ort erweitert werden soll. So soll in klassischer Hacker-Manier Wissen gesammelt und auch anderen über ein GitHub Repository geteilt werden.

Donnerstag, 4. April: Beginn 11h mit gemeinsamen Frühstück und kennen lernen. Je nach Interesse kurze Einführung in postgreSQL + postGIS, Quantum GIS, Leaflet und GitHub mit Fragen und Diskussion (13-15h). Danach offenes Arbeiten mit Open End. Aufpassen: Am DO sind wir in der Gallerie im Keller untergebracht!
Freitag, 5. April: Beginn 11h mit gemeinsamen Frühstück. Ganzen Tag offenes Arbeiten mit Open End.

FOSSGIS Software und Open Data

Dabei werden unterschiedliche Technologien angerissen und verwendet:

  • Quantum GIS mit Erweiterungen (GRASS, fTools, Python Konsole, etc) als Software für Analysen und Visualisierungen
  • postgreSQL mit postGIS für die Bereitstellung der Daten in einer räumlichen Datenbank
  • Die Statistik Sprache R für fortgeschrittene räumlich-statistische Analyse
  • JavasScript und die Geo-Libraries Leaflet, OpenLayers und Kartograph
  • Git und GitHub zur Softwareversionierung

Es ist auf jeden Fall gut, sich bereits im Vorfeld ein bisschen mit den Technologien auseinander zu setzen und die benötigte Software zu installieren. Dazu werden wir ein paar Tage vor der Hack Session noch einen kleinen Artikel auf openscience.alpine-geckos.at online gestellt, in dem die wichtigsten Dinge (Quellen, Tutorials, etc.) erwähnt sind.

Speichern eines WFS Layers als Shapefile.

Speichern des WFS als Shapefile.

Als Datenquellen werden die offenen Daten der Stadt Graz und OpenStreetMap, sowie andere frei lizenzierte Daten verwendet.

Es gibt auch ein OKFNPad, in dem Ideen, Wünsche und Fragen gesammelt werden können. Location ist das Spektral am Lendkai 45 in Graz.

Geo-Kolloquium

Im Rahmen des Geo-Kolloquium im Sommersemester 2013 fanden am 20.3. an der TU Graz Vorträge zum Thema OpenStreetMap statt.

Dabei gab es zuerst zwei halbstündige Vorträge:

  • OpenStreetMap – Die freie Wiki-Weltkarte
    eine Einführung in OSM für Geografen von Michael Maier, OpenStreetMap Graz
  • OpenStreetMap in Lehre und Forschung – Best Practice Beispiele
    Gernot Paulus, FH Kärnten, Villach

Danach folgten drei Kurzbeiträge von Gregor Zahrer, Clemens Strauss und Stefan Kasberger.

Als Überraschung wurde von Herrn Mörth vom Land Steiermark der Start eines Open Government Data Portals ab Mitte April angekündigt!

Die Veranstaltung klang bei steirischem Buffet und Wein bei interessanten Diskussionen gemütlich aus.

Die Folien zu den Vorträgen gibts hier:

OSM-Mapping-Party: Import Fahrradständer

Im Rahmen der Open Week 2013 im Spektral fand am Mittwoch, 20.2.2013 eine OpenStreetMap Mapping-Party statt. Bei einer Mapping-Party wird gemeinsam in lockerer Atmosphäre an der Verbesserung des Datenmaterials der OpenStreetMap gearbeitet.
Diesmal lag der Fokus auf dem Import und Abgleich von Standorten der Fahrradständer, welche von der Stadt Graz im Rahmen der Open-Government-Data-Initiative freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.
Diese wurden als Shape-File zur Verfügung gestellt, wobei Informationen wie die Anzahl der grünen Bügel sowie die Ausmaße der jeweiligen Abstellfläche enthalten waren. In dem Datensatz der Stadt Graz befanden sich 301 Punkte, vor allem konzentriert im Bereich Innere Stadt, wobei zu den Außenbezirken hin wesentlich weniger Daten vorhanden waren, als in der Realität Fahrradständer vorhanden waren.

Daten der Stadt Graz:
Radabstellplätze der Stadt Graz

Bei einer Analyse der vorhandenen Daten wurde festgestellt, dass in der OpenStreetMap in Graz vor dem Import 905 Fahrradständer vorhanden waren, wobei es nur eine Schnittmenge von 182 Punkten mit der Stadt Graz gab.

Status der OpenStreetMap vor dem Import:
Status der Fahrradständer in der OpenStreetMap vor dem Import

Der Import lief folgendermaßen ab:

  • Öffnen des Shapefiles in QGIS, ändern der Projektion von Gauß-Krüger auf WGS84.
  • Es sind Spalten Breite und Länge der Fläche vorhanden, daraus in eine weitere Spalte die Fläche berechnen und als Shapefile speichern.
  • Öffnen des Shapefiles in Merkaartor, exportieren als natives OpenStreetMap-Format .osm.xml
  • Öffnen des .osm.xml im OpenStreetMap-Editor JOSM, gemeinsam mit den bereits vorhandenen Daten aus der OpenStreetMap
  • Manuelles mergen der beiden Datensätze, anschließend Upload in die OSM-Datenbank

In Summe konnten folgende Datensätze in der OSM verbessert werden:

  • 82 neue Fahrradständer mit Information zu Anzahl der versperrbaren Fahrräder (=2x Bügel)
  • 22 neue Fahrradständer ohne genaue Anzahl
  • Bei 152 Fahrradständern wurde die Fläche hinzugefügt
  • Bei 31 Fahrradständern wurde die Kapazität hinzugefügt
  • So sah dann das Ergebnis aus:
    OSM nach dem Import

    Alle Grazer Fahrradständer in der OSM kann man minutenaktuell als .osm.xml hier herunterladen.
    Hier das Original-Shapefile der Stadt, unter CC-BY.

    Eine genaue Dokumentation findet man hier: Event im OSM-Wiki.

    Vielen Dank an die Stadt Graz für die Daten sowie an alle beteiligten Mapper für die insgesamt aufgewendeten 7h Arbeitszeit!

OpenStreetMap-Stammtisch Jänner

Am Montag, 21.1.2013 fand der 12. Grazer OpenStreetMap-Stammtisch statt. Im Brot und Spiele fanden sich acht fleißige Mapper, um über aktuelle Themen und zukünftige Events zu diskutieren. Dabei ging es erst um die Planung der Grazer Linuxtage 2013: Georg wird einen Mapping-Workshop halten, Stefan den Vortrag mit Fokus auf OSM-Verwendung auf Garmin-Geräten. Michael stellte eine Tabelle mit OpenStreetMap-Abdeckung in Graz vor, die nun laufend wachsen sollte! Dann wurde die Planung der OpenWeek Graz vom 18.-22.2. angesprochen, wobei das nächste OGD-Meetup mit der Stadt Graz stattfinden wird. Es wird auch einen Mapping-Workshop geben, wo Georg noch ein Doodle für den Termin ausschreiben wird. Ein heißes Thema waren auch die Open Goverment Daten der Stadt Graz, wo Andreas rausgefunden hat wie man die neuen Vektordaten betrachtet: als KML können sie zB mit Google Earth angesehen werden. Wolfgang stand in Kontakt mit Barbara Meyer von der ITG zwecks zukünftiger Datenformate, die seitens der Stadt Graz nur mehr als Vektordaten und nicht als .csv angeboten werden. Dabei wurde auch die Datenqualität bemängelt, dass in den Timestamps UTC und CET vertauscht wurden. Leider gibt es kaum Informationen zum zeitlichen Stand der Daten selbst. Auch werden bei allen geolokalisierten Daten, wie z.B. Christbaumsammelstellen nur die Koordinaten der nächsten Hausnummer mitgeliefert, nicht der Standort selbst -> unbrauchbar zum automatischem Import :-/ Aber wir hoffen, dass wir diese Themen beim OGD-Meetup lösen werden!

Die komplette Agenda gibts unter http://wiki.osm.org/Graz/Stammtisch/2013-01-21 zum nachlesen.