Author Archives: Stefan Kasberger

Erreichbarkeits-Analyse der Kebab-Restaurants in Gries

Euch hat auch schon immer interessiert, wie schnell ihr in Gries zu einem Kebab-Restaurant kommt? Ich hab mir das mal mit offenen Daten und Open Source Tools genauer angesehen.

Zum Schluss meines USW Geographie Bachelors hab ich mir in einer Lehrveranstaltung sozusagen noch eine kleine Abschlussarbeit zusammen gestellt. Ziel war es, selber Daten im Gelände zu sammeln (Map Your Hood), diese in eine offene Datenbank einzutragen (OpenStreetMap), die Daten dann für eine Erreichbarkeits-Analyse zu nutzen und das Wissen auch anderen zu vermitteln (Tutorial und Docker). Der gesamte Workflow ist in einem Tutorial auf GitHub im Detail beschrieben, siehe hier.

Die Analyse ist leider nicht auf aktuellsten Stand, da die Datenlage der Kebab-Restaurants bereits ein Jahr alt ist. Ein anpassen an die aktuelle Datenlage ist aber durch den Docker Container und dem Tutorial gar nicht so aufwendig, vielleicht interessiert das ja wen (oder man versucht es mal mit andern Orten versuchen).

Open Data Day 2017 @ Elevate Festival Graz

Der internationale Open Data Day feiert schon zum fünften mal Initiativen und Projekte, die sich für Transparenz und Offenheit von Daten einsetzen. Im Rahmen des Elevate Festivals finden am 4. und 5. März dazu auch in Graz zahlreiche Veranstaltungen und Workshops statt.

Daten sind die Infrastruktur des 21. Jahrhundert und eine Frage der Macht – und offene Daten bedeuten dabei Ermächtigung. Deshalb findet seit 2010 weltweit der Open Data Day statt, mit dem Ziel, die Relevanz und Vorzüge von offenen Daten und freiem Zugang zu Wissen sichtbar zu machen, sowie die Szene international zu vernetzen. Mit unterschiedlichen Initiativen, Projekten und Communities zu Themen wie Datenerhebung- und Nutzung, neuen Technologien und Entwicklungen oder Netzkultur möchte der Open Data Day BesucherInnen und Interessierten die Nutzung von offenen Daten in der Praxis näher bringen, sowie die Möglichkeit bieten, selber Open Data zu erzeugen und damit zu experimentieren. Daneben will der Tag auch für die Umsetzung von Open Data-Strategien in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sensibilisieren. So sind alle dazu eingeladen, bei Veranstaltungen im Rahmen des Open Data Days vorbeizukommen, sich zu informieren und vor allem Spaß zu haben. Egal ob DesignerIn und ForscherIn, AktivistIn und PolitikerIn, BürgerIn und EntwicklerIn und andere Interessierte – offene Daten sind von allen, für alle!

Open Data Day @ Elevate Festival

Weltweit feiern Initiativen und Projekte den Internationalen Open Data Day mit lokalen Veranstaltungen. Auch das Elevate Festival in Graz feiert dieses Jahr den Open Data Day; nämlich mit seinem Diskursprogramm zu „Big Data, Quantifizierung und Algorithmen“. Am Samstag finden dazu ab 12:00 Uhr im Forum Stadtpark und < rotor > – Zentrum für zeitgenössische Kunst folgende Veranstaltungen statt.

Der Tag beginnt mit der Eröffnung des 5. Internationalen Open Data Days in Graz mit einer Einführung in Open Data und dem Vorstellen der einzelnen Veranstaltung.

Bei Map the Change! werden mit der auf OpenStreetMap basierenden Anwendung TransforMapalternative und nachhaltige Initiativen, Organisationen und Orte in Graz gemeinsam mit den Workshop-TeilnehmerInnen auf dieStadtkarte gebracht.Auch wird gemeinsam darüber diskutiert, was ‚Alternativ‘ bedeutet und was Open Data ist. Nähere Infos zum Event folgen bald auf dem GitHub Repository.

Der Edit-a-thon: KünstlerInnen für die Wikipedia widmet sich dem Gendergap in der beliebten Online-Enzyklopädie. Denn in der Wikipedia können zwar alle Wissen produzieren, aber nicht alle sind gleichermaßen beteiligt und repräsentiert. Der Edit-a-thon lädt FeministInnen und Menschen aller Geschlechteridentitäten ein, gemeinsam die Wikipedia mit freiem Wissen und offenen Daten zu KünstlerInnen aus Musik, Film, Literatur, Theater, Kunst, Design und Kultur zu füllen.

Weiters bietet der ganze Tag über eine Reihe von Vorträgen sowie Präsentationen von Projekten in Bereichen der freien Software, offenen Kommunikation, dezentrierten Datenspeicherung und Sharing Economy. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel eines Aufbaus von eigenen Strukturen und Alternativen, damit nicht andere über die eigene Kommunikation, Daten und Identität bestimmen.

Am Sonntag lädt dann die lokale Open Government Data Initiative zu Thema Informationsfreiheitsgesetzt mit dem Aktivisten Mathias Huter vom Forum Informationsfreiheit ein. Es wird darüber diskutiert, wie es um die Pläne für ein österreichisches Informationsfreiheitsgesetz steht, und Einblick darin gewährt, welche Informationen und Daten seitens der Stadt Graz für die BürgerInen und derzeit verfügbar gemacht werden.

Der Tag ist eine Kooperation von Elevate Festival, Forum Stadtpark, Open Knowledge Österreich, OpenStreetMap, Transition Graz, Zentrum für zeitgenössisches Kunst, Studienvertretung Geographie der ÖH Uni Graz und Wikimedia Österreich.

Map your Hood!

Kartier dein Grätzl. Gemeinsam wird am 25. März der Bezirk Gries in Graz mit Hilfe von OpenStreetmap kartiert, der Wikipedia für Karten.

am Sonntag in aller Frische im Stockwerk Coworking Space

Du findest auch dein Viertel sollte auf den Karten dieser Welt gut abgebildet sein? Oder du möchtest einfach dabei mit helfen, dass deine Nachbarschaft möglichst korrekt abgebildet ist und diese Informationen allen Bürger_innen frei zur Verfügung stehen? Dann komm doch einfach am 25. März um 14h ins Büro der Nachbarschaften und kartier gemeinsam mit anderen den Bezirk Gries in Graz. Zuerst wird euch gezeigt, wie man Orte (z. B. Restaurants, Straßen, Flüße) im Gelände sammelt und danach in die OpenStreetMap einträgt. Es ist keinerlei Vorwissen oder Erfahrung notwendig. Speziell werden die Restaurants näher angesehen und eventuelle Fehler korrigiert sowie fehlende Informationen in die OpenStreetMap ergänzt. Wieviele Kebab-Buden gibt es in Gries? Kann das Restaurant mit dem Rollstuhl passiert werden? Das Geniale daran: die Daten die gemeinsam gesammelt und eingetragen werden, stehen danach auch allen frei zur Verfügung und können von Leuten aus Gries genauso wie von Apps sowie auch der Wissenschaft weltweit frei verwendet werden.

Ablauf

  • Einführung OpenStreetMap und die Bearbeitungs-Software JOSM
  • Datenerhebung im Gelände
  • Erhobene Daten in die OpenStreetMap eintragen

Details

Datum: 25. März 2016, 14-18h. Veranstaltung findet nur bei schönem Wetter statt (kein Regen). Ersatztermin für Schlechtwetter ist der 8. April
Ort: Büro der Nachbarschaften, Kernstockgasse 20, 8020 Graz-Gries
GitHub Repository: Gesamter Ablauf sowie Materialien für Mapping Party.
Anmeldung
Keine Vorkenntnisse notwendig.

Mitbringen

  • Laptop mit Maus und Netzteil
  • Cam: Smartphone oder DigiCam → voll aufladen. Für Fotos von Hausfront und eventuell Öffnungszeiten-Schild. Es wird nur eine Cam pro Gruppe gebraucht.
  • Fahrrad: für weiter weg gelegene Gebiete. Brauchen nicht alle.

© OpenStreetMap contributors (CC BY-SA)© OpenStreetMap contributors (CC BY-SA)

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen openscienceASAP, Open Knowledge Austria, Open Science @ Uni Graz, Alternativreferat ÖH Uni Graz, Basisgruppe Geographie Uni Graz und OpenStreetMap Graz.

Vielen herzlichen Dank an das Büro der Nachbarschaften für das zur Verfügung stellen der Räumlichkeiten.

GuteDaten Hackathon Graz

Open Knowledge Österreich lädt am 28. November zu einem Open Data Hackathon ins Spektral ein. Im Zuge des Projektes “Gute Taten für gute Daten” werden unterschiedlichste Daten gemeinsam befreit werden.

Dabei sollen Datensätze aus ihren verschlossenen Formaten (z.B. PDFs) geholt und in strukturierte, maschinenlesbare Datensätze umgewandelt werden. Diese werden dann der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt, in Kontext gesetzt und analysiert werden. So wurde das schon mit 25 Datensätzen gemacht, darunter Asyl in Österreich, Entwicklungshilfe und Waffenexporte. Damit wird zu einer transparenten Diskussion in der Öffentlichkeit beigetrage, die auf tatsächlichen Fakten aufbaut, anstatt auf Falschinformation und Hörensagen.

Samstag, 28. November 2015, 12 – 19 Uhr
im Spektral, Lendkai 45, 8020 Graz
Mehr Infos.

Hilf mit, eine internationale und offene Datenbank zu Nahrungsmittel aufzubauen!


Am Samstag werden gemeinsam Informationen zu Lebensmitteln gesammelt und als Open Data allen online zur Verfügung gestellt.

OpenFoodFacts – die OpenData Plattform für Lebensmittel gestartet

Die erst kürzlich gestartete Plattform OpenFoodFacts hat es sich zur Aufgabe gemacht, Informationen wie Inhaltsstoffe, Name, Nährwert mitsamt Bilder zu sammeln und allen zugänglich zu machen. Dies passiert mittels Crowdsourcing, also dem gemeinsamen Sammeln der Masse – also gleich wie bei Wikipedia oder OpenStreetMap. Die weltweite Initiative hat auch eine Unterseite für Österreich, die Eintragungen halten sich dort jedoch noch in Grenzen.

Dies soll sich am Samstag dem 1. März ändern. Gemeinsam werden am Nachmittag die Supermärkte rund um das Spektral abgeklappert um Lebensmittel in die Plattform ein zu tragen. Am leichtesten geht das natürlich vor Ort mittels App (iPhone, Android, Windows), aber auch mit einer DigiCam ist es kein Problem. Schwerpunkt wird das Eintragen von Yoghurts sein, zu welchem am OpenDataDay das Projekt Where is my yoghurt? gestartet wurde. Helft mit beim großen Yoghurt Test!

Wie so ein fertiger Eintrag aussehen kann, ist in meinem ersten Eintrag ersichtlich. War damit mitsamt Anmeldung in weniger als 10 Minuten fertig. Geht also wirklich sehr schnell und einfach.

Offene Daten ermöglichen informierten Konsum

JedeR weiß die Bedeutung der E Nummern für Nahrungsmittelzusätze wie E951 für Aspartam, richtig? Es sind ja nur 1500 an der Zahl…
Die erste sinnvolle Sache die mit den Daten angefangen werden kann, ist die Information dahinter zu entschlüsseln, zu erklären und einem näher zu bringen – wie zum Beispiel die Risiken die damit verbunden oder welche Produktionsbedingungen damit verbunden sind.

Die Daten helfen einem auch beim Suchen des passenden Yoghurts (ohne spezifische Allergene) ohne alle Produkte händisch vergleichen zu müssen. So kann schnell ein Überblick über die tauglichen Produkte gewonnen werden.

Generell ist das Vergleichen von Produkten dadurch viel einfacher, was zu informierterem Konsum führt. Nicht zu vergessen ist auch der Nutzen für die Wissenschaft für Analysen und Visualisierungen.

Die Offenheit bei dem Projekt ist durch das Verwenden der Database Contents Licence 1.0 für Inhalt und Daten, und der Creative Commons Namensnennung-Sharealike Lizenz für Photos gesichert. So ist das nachhaltige und einfache Nutzen der Daten für alle sicher gestellt.

Und zum Abschluss wird natürlich gemeinsam Yoghurt geschlemmt. 🙂

Wo und Wann?

Treffpunkt: Spektral, Lendkai 45
Datum: 1. März 2014
Start: 13 Uhr
Vorbereitung: Account auf OpenFoodFacts erstellen
Mitnehmen: Smartphone mit installierter App oder DigiCam. Laptop zum Eintragen ist auch nicht verkehrt.

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Spektral

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Spektral 47.075456, 15.433078

Echtzeitdaten der Öffis bald auch in Graz?

Die Bemühungen um die Öffnung der Daten des Öffentlichen Verkehrs in Graz schreiten voran. Hier ein kleines Update dazu.

Parallel zur Gemeinderatssitzung am 4. Juli 2013 kam es zu einem kleinen Treffen zwischen Daniela Grabe (Grünen) und mir (Stefan Kasberger) mit dem neuen Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio (FPÖ). Dabei wurde die Sachlage rund um die Öffnung der Echtzeitdaten des Öffentlichen Verkehrs – die bei der Holding Graz angesiedelt sind – kurz erörtert und die Vorteile von offenen Echtzeitdaten dargelegt.

Verkehrsdaten sind Schlüsseldaten um Open Government Data, deren Nutzen für die BürgerInnen sichtbar zu machen und deren Potential zu entfalten. Besonders für die EntwicklerInnen von Apps sind diese von hoher Relevanz.

Das Veröffentlichen der Echtzeitdaten benötigt jedoch noch eine Anpassung der IT-Infrastruktur, so die Holding Graz, die mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand verbunden ist. Somit geht es aktuell darum, wer diesen Betrag zahlt, insbesondere da die IT-Lösung auch bei einer möglichen Öffnung des Verkehrsverbundes Steiermark weiter verwendet werden könnte.

Vorteile offene Echtzeitdaten

Was spricht für Echtzeitdaten?
Der wichtigste Grund: Echtzeitdaten sind ein zentraler Service für die BürgerInnen und sie erhöhen die Kundenzufriedenheit.

Direkte Kommunikation mit den KundInnen ist im 21. Jahrhundert eine der zentralen Aufgabenbereiche eines Verkehrsunternehmens und wird von jenen auch erwartet. Besser die KundInnen wissen, dass der Bus 10 Minuten Verspätung hat und gehen somit später los, als sie warten 10 Minuten frustriert im Regen.

Warum Open Data?
Ganz einfach: Offenheit vereinfacht das Benutzen von Daten.

Egal ob EntwicklerInnen oder NutzerInnen, alle profitieren von einem einfachen und effizienten Rahmen. Durch Open Data kann die Zeit die sonst in bürokratische und rechtliche Abläufe gesteckt wird in das Produkt fließen, aber auch technische Anpassungen sind durch die Open Data Standards gering.
Weiters sind viele der Fragestellungen und Verwendungszwecke von Daten oftmals gar nicht auf den ersten Blick erkennbar, wie zum Beispiel die Bedürfnisse von älteren Personen, Kindern, Blinden oder andersweitig körperlich eingeschränkten Menschen. Hier kann ein offener, innovativer Prozess mehr Ideen und Know-How einbeziehen als ein geschlossener.
Wirklich mächtig werden offene Daten aber erst durch die Kombination mit anderen Daten. Zum Beispiel, wenn die Öffi-Daten mit den Straßennetzen und touristischen Orten verbunden werden. So können Anwendungen entwickelt werden, die egal welche Fortbewegungsmöglichkeit ich nehme (Auto, Bim, Fuß, Rad, etc.) und wie oft ich umsteige, die richtige Ankunftszeit prognostizieren.

Patrick Wolowicz von offene-oeffis.at hat dazu einen schönen Blog-Artikel verfasst, in dem er sich detailierter mit den Vorteilen von offenen Öffi Daten auseinandersetzt.

Das Treffen war sehr konstruktiv und Mario Eustacchio hat sein Wohlwollen gegenüber der Sache ausgedrückt. Er wird sich die nächsten Tage mit der Holding Graz treffen, die geäußerten Positionen ansprechen und, wenn keine Einwände kommen, versuchen eine Lösung zu finden. Wir werden euch dazu sicher am laufenden halten und den Entwicklungen folgen. Hoffentlich gibt es somit die Echtzeitdaten der Öffis demnächst auch in Graz, so wie schon in Linz und ab August in Wien der Fall.

Autor: Stefan Kasberger, Student Umweltsystemwissenschaften mit Schwerpunkt Geographie, Koordinator der Open Science Arbeitsgruppe der Open Knowledge Foundation Österreich und Mit-Organisator des offenen OGD-Stammtisches in Graz.

Open Week Graz #3 vom 15. bis 20. Juli

Die Open Week Graz #3 findet vom 15. – 20. Juli statt. Schwerpunkt ist dabei Open Design und Open Hardware, von 3D-Drucker über Lautsprecher nähen bis zu Microcontroller.

Die dritte Open Week Graz (Was ist eine Open Week?) findet vom 15. bis 19. Juli wieder im Spektral in Graz statt und klingt am 20. Juli mit einem Auswärtsspiel im Metalab in Wien aus.

Der Schwerpunkt liegt bei Open Hardware (freie Baupläne) und Open Design (offenes Produktdesign in Software und Hardware), wozu es einen 3D-Drucker Workshop und einen Open Design Workshop geben wird.

Daneben wird aber auch über Openness im Städtischen Raum diskutiert, Matelade gekocht, mit der OpenStreetMap Community “gemapt” – und das #webbier lädt zum gemütliche MeetUp ein.

Freuen uns schon sehr auf eine spannende Woche voller Offenheit. Schaut vorbei!

Näheres zum Programm wie auch zur Idee der Open Week findet man hier.